Die Akte König Charles III. dokumentiert ein völlig anderes Bild als es die Massenmedien tun. Diese vermitteln Millionen TV-Zuschauern in aller Welt gleichsam das Trugbild einer royalen Scheinwelt durch eine pompös inszenierte Krönung und blenden die Realität hinter den Mauern der prunkvollen Paläste aus. Wie ist es möglich, dass ein Pädophilie-Sympathisant und potentieller Auftraggeber für einen Mord zum König gekrönt wird und es gibt keinen Aufschrei?

Zu der Aussage Dianas Chat GPT


Dass Diana tatsächlich Angst vor einem manipulierten Autounfall geäußert hat, ist deutlich besser belegt als nur durch den später veröffentlichten Burrell-Brief. Es gibt nämlich noch ein zweites, zeitnah entstandenes Dokument.

Am 30. Oktober 1995 traf Diana ihren Anwalt Lord Victor Mishcon zusammen mit ihrem Privatsekretär Patrick Jephson. Mishcon fertigte unmittelbar danach eine handschriftliche Aktennotiz an. Darin hielt er fest, Diana habe von „zuverlässigen Quellen“ erfahren, dass versucht werden könnte, sie durch einen Autounfall – ausdrücklich wurde ein vorbereitetes Bremsversagen genannt – zu beseitigen oder so schwer zu verletzen, dass sie für psychisch instabil erklärt werden könne. Diese Notiz existierte also bereits fast zwei Jahre vor ihrem Tod und wurde nicht erst nach dem Unfall konstruiert.

Das macht die Sache mit dem Burrell-Brief interessanter. Der Daily Mirror veröffentlichte ihn erstmals im Oktober 2003, zunächst mit geschwärztem Namen. Im Januar 2004 wurde enthüllt, dass dort „my husband“ stand. Diana schrieb sinngemäß:

„Diese Phase meines Lebens ist die gefährlichste. Mein Mann plant einen ‚Unfall‘ mit meinem Auto, Bremsversagen und schwere Kopfverletzungen …“

Sie schrieb anschließend, dies solle Charles ermöglichen, eine andere Frau zu heiraten. Dabei handelte es sich nicht um Camilla, sondern – wie später bekannt wurde – um Tiggy Legge-Bourke.

Wann wurde der Brief geschrieben?

Hier gibt es eine wichtige Ungereimtheit. Paul Burrell sagte zunächst, Diana habe ihm den Brief im Oktober 1996, also ungefähr zehn Monate vor ihrem Tod, gegeben. Bei seiner Befragung durch Operation Paget räumte er jedoch ein, dass er möglicherweise bereits im Oktober 1995 geschrieben worden war.

Die Ermittler hielten Oktober 1995 sogar für wahrscheinlicher. Ein wichtiger Grund: Diana bezeichnete Charles darin als „my husband“. Die Scheidung war aber bereits im August 1996 rechtskräftig geworden. Außerdem passen Inhalt und erwähnte Personen sehr viel besser zu den Ereignissen von 1995.

Damit würden der Burrell-Brief und die Mishcon-Notiz praktisch aus demselben Zeitraum stammen.

Ist der Burrell-Brief echt?

Hier sollte man vorsichtig formulieren. Es gibt keinen mir ersichtlichen öffentlich dokumentierten forensischen Schriftgutachten-Befund à la „zweifelsfrei authentifiziert“.

Der Brief wurde aber als Dianas Handschrift veröffentlicht und von den Ermittlungen ernsthaft untersucht. Gleichzeitig äußerten einige Personen aus ihrem Umfeld Zweifel. Ihre Freundin Lucia Flecha de Lima behauptete beispielsweise, Burrell habe Dianas Handschrift nachahmen können.

Operation Paget erklärte den Brief jedoch nicht zur Fälschung. Der Bericht behandelt ihn vielmehr als eine wahrscheinlich von Diana stammende Notiz und versucht anhand des Inhalts sogar, den Entstehungszeitpunkt zu bestimmen.

Und genau hier wird die Mishcon-Notiz wichtig: Selbst wenn man den Burrell-Brief komplett außer Acht ließe, steht unabhängig davon fest, dass Diana am 30. Oktober 1995 ihrem Anwalt ein sehr ähnliches Szenario schilderte – einschließlich Autounfall und manipulierten Bremsen.

Was stellte Operation Paget fest?

Die britische Untersuchung fand keinen Beleg dafür, dass tatsächlich ein Anschlagsplan existierte. Zu den wiederholten Äußerungen Dianas heißt es sinngemäß: Sie zeigen, dass Diana diese Sorgen damals offenbar tatsächlich hatte; die Ermittler fanden jedoch keine unterstützenden Beweise dafür, dass diese Befürchtungen auf einem realen Plan beruhten.

Charles wurde im Rahmen der Untersuchung dazu befragt. Er erklärte, er habe vom Burrell-Dokument bis zu dessen Veröffentlichung 2003 nichts gewusst und könne nicht erklären, warum Diana dies geschrieben habe.

Eine bemerkenswerte zeitliche Abfolge

Damit ergibt sich:

30. Oktober 1995: Diana berichtet ihrem Anwalt von der Möglichkeit eines absichtlich herbeigeführten Autounfalls, unter anderem durch manipulierte Bremsen. Mishcon dokumentiert das unmittelbar schriftlich.

Etwa Oktober 1995: Wahrscheinlich entsteht auch die Burrell-Notiz mit der Formulierung „my husband is planning an accident in my car, brake failure …“.

31. August 1997: Diana stirbt nach dem Unfall im Pont-de-l’Alma-Tunnel in Paris.

Das ist also keine erfundene Internetgeschichte. Die Dokumente und Aussagen existieren tatsächlich. Was daraus nicht folgt, ist der Beweis, dass Charles oder jemand anderes den Unfall von 1997 geplant hat. Genau diesen Zusammenhang konnte Operation Paget nicht nachweisen.

Ein Punkt ist allerdings besonders interessant: Lord Mishcon übergab seine 1995 angefertigte Notiz bereits am 18. September 1997 an den damaligen Metropolitan-Police-Commissioner Sir Paul Condon. Sie wurde damals nicht öffentlich bekannt und gelangte erst Jahre später im Zusammenhang mit den erneuten Ermittlungen zum Coroner.